modomiro

Apr 20, 2013

Heute sind sie gekommen, die selbst gestalteten Visitenkarten aus dem re:publica-Angebot. Ich wollte schon immer mal meine eigenen Visitenkarten - nicht unbedingt, weil ich sie gerne herumreichen will (wem sollte ich auch eine andienen?), sondern weil mir die Idee gut gefällt, auf kleinem Format eine persönliche Mitteilung zu machen. So habe ich mir gedacht, ich pictogramme einfach Dinge, die auf die eine oder andere Art und Weise auf meine persönlichen Leidenschaften verweisen. 1 Ist doch theoretisch ein netter Gesprächseinstieg, oder? :-)

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Natürlich werde ich keine brauchen. Vielleicht schmeiße ich die Dinger auch einfach den RednerInnen zu, wie - Friedrich von Borries - Lisa Ma oder - Song Hojun?

Leider kann ich ausgerechnet dem Vortrag von Cory Doctorow nicht beiwohnen, da ich sonst den leider fest gebuchten Heimzug nicht schaffe. Fuck.

Nun, morgen werde ich mir mal einen ersten Skuddel ( a.k.a Schedule) für die re: machen. Es werden sicher noch viele andere inspirierende Themen und Menschen zu finden sein.


  1. Sehr hilfreich war dabei der Pictogram-Font Entypo. Sehr schöne Icons! 

Apr 9, 2013
Apr 6, 2013

Für den Mac - und nur für den Mac – ist jetzt Ulysses III erschienen und vom App Store direkt mit der Editor's Choice ausgezeichnet.

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Mit dem Vorgänger konnte ich mich nie recht anfreunden. In der Entwicklung älter als der mittlerweile auch für Windows-User erhältliche Konkurrent Scrivener war Ulysses für mich visuell zu trocken und in der Bedienung zu verschwurbelt. Dazu trug erheblich bei, dass das gewählte Markup, also die Auszeichnungsbefehle, mit denen Textpassagen fette, kursive und weitere Eigenschaften zugewiesen werden, mir nicht bekannt war. Ich arbeite, wenn überhaupt mit Markdown.

Andereseits bin ich auch nie mit Scrivener warm geworden. Für meine Begriffe kann Scrivener zu viel. Die fehlende deutsche Lokalisation hat meine Nutzung des Programm dann sehr schnell einschlafen lassen. Wenn ich auf der Suche nach den mannigfaltigen Funktionen erst noch mein Gehirn um mögliche englische Funktionstitel bemühen muss, dann ist das Programm für mich schlicht im Weg.

JETZT mit Ulysses III sind diese Einwände vom Tisch.

  • Ulysses spricht Markdown. Yeah!
  • Ulysses spricht zwar noch Englisch, aber …
  • ist so funktions-fokussiert (um das Wort funktionsarm mal zu umgehen), dass dies beim Schreiben überhaupt nicht auffällt.
  • Außerdem gehört die deutsche Lokalisation zur zeitnahen Planung der Soulmen:

Momentan vermissen wir noch einige Extras, wie etwa die deutsche Lokalisierung. Wie sieht eure Roadmap aus?

Wir haben keine feste Roadmap, sondern eher eine lange Liste an Wünschen und Verbesserungen, aus der wir die wichtigsten und gefragtesten Dinge zuerst umsetzen. Aktuell sind das unter anderem eine deutsche Lokalisierung, eine Suche im gesamten Programm und ein ePub Export. -Interview mit appgefahren.de

Als weitere sehr willkommene Features sind zu nennen:

  • Synchronisation mehrerer Macs mit der iCloud
  • Weiterarbeiten auf iPhone und iPad mit der App Daedalus Touch (Besitze ich schon. Super Ding.)
  • Einbindung externer Ordner / Quellen und damit nahtloser Sync mit z.B. Dropbox-Ordnern.
  • Und viele angenehme Funktionen, die das Arbeiten aber nicht die Arbeit erweitern.
  • Last und absolutely not least: Wunderbar übersichtliche Optik und ein schöner Fullscreen-Modus.

Fehlt eigentlich nur noch eine Pinnwand-Ansicht, dann wäre Scrivener endgültig aus dem Spiel. ;-)

Mar 31, 2013

Script Frenzy ist tot, lang lebe das Camp NaNoWriMo. Da nun die beiden Novel-Camps zu Lasten der jährlichen Scripter verschoben wurden, musste eine neue Heimat gefunden werden für alle zukünftigen Hollywood- und Babelsberg-AutorInnen.

So kann also jede/r schreiben, was er will und sich so nicht nur einem Romanprojekt widmen sondern genausogut ein Drehbuch schreiben oder ein Kochbuch, ein Manifest oder vielleicht ein Fachbuch. Als zusätzliches Entgegenkommen am Lagerfeuer darf auch jede/r schreiben wieviel auch immer die Muse hergibt.

Im Geiste des Ferien-Camps ist das eine neue, entspannende, fast urlaubsähnliche Freiheit – allerdings fehlt natürlich auch der nervenzerfetzende Kitzel eines unmöglich zu schaffenden aber hochfahrend anvisierten Zieles! Naja. Ich hatte ja bereits meine Zwiegespaltenheit kund getan.

Was ihr tut, weiß ich nicht. (Was tut ihr?) Ich für meinen Teil habe nach den Erfahrungen des letzten Camps den Gedanken aufgegeben, 50.000 Wörter zu schreiben, wenn draußen der Frühling sein blaues Band … mnnnnokay. Finde den Fehler. Dieses Jahr könnte der Frühling sich ja tatsächlich bis in den Mai vertagen. Trotzdem: 50k sind mir zuviel. Und außerdem … habe ich gar keine Lust zu schreiben.

Naja, ich hätte aber schon Lust auf dieses Wieder-Lust-haben. Also nehme ich mir vor wenigstens die Hälfte der üblichen 50k zu schaffen und in Anlehnung an die 750words oder Morning Pages ein paar tägliche Seiten zu verfassen. Jeden Tag ein Thema, vielleicht in Assoziation aber nicht in Fortsetzung eines vorherigen Tags?

Wir werden sehen – Morgen geht es los.

Mar 6, 2013

Auch dieses Jahr gibt es neben dem eigentlichen NaNoWriMo ein Sommer-Camp für alle, die schon vor der Novembergräue in Schreibstimmung sind, sich üben wollen oder schlicht Spaß am Schreiben haben. Die erste Session findet im Monat April, die zweite im Juli statt.

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Mir ist es erst einmal gelungen, die 50.000 Wörter zu schreiben – November 2011 – und das auch nur Dank eines ausgeglichenen Arbeitszeit-Kontos, wundervoll tristem Wetter und ungebremster Inspiration. Die beiden Camp-Sessions hingegen … was soll ich sagen, Schreiben ist Arbeit und davon hatte ich ohnehin alle Hände voll zu tun. Außerdem ist die besagte Geschichte aus dem November immer noch unfertig; von vornherein konnte ich absehen, dass das Wortlimit nicht ausreichen würde, um alles zu erzählen, was ich erzählen wollte. Es ist eher ein Drittel dessen fertig geworden. Und seitdem liegt mir die Story ein wenig schwer im Magen; so recht weiß ich nicht, wie ich die Geschichte fortschreiben soll und ja, ich weiß nicht einmal, ob ich sie weiterschreiben will! Das wird sich bis zum November zeigen.

Nun aber zum Camp:

Neuerungen, die guten

April und Juli sind nicht jedermanns Jahreszeit, um sich zurückzuziehen und zu schreiben. Um so begrüßenswerter ist vielleicht die wohl wichtigste Änderung in den Spielregeln:

Flexible Wortzahl-Ziele! Erstmalig im April dürfen sich die Camper selbst ein beliebiges Wortzahl-Ziel zwischen 10.000 bis 999.999 (OMFG!) Wörtern setzen. Das bedeutet, dass mit dem Minimal-Ziel nur noch rund 334 Wörter pro Tag zu schreiben sind. Das ist etwa die Hälfte dieses Artikelchens!

Flexible Schreibprojekte! Es ist nicht mehr entscheidend, ob man nun ein Script abliefert oder etwas Belletristisches. Jedes Schreibprojekt ist willkommen.

Mehr Einstellungsmöglichkeiten! Die Auswahlmöglichkeiten für die „Kabinen“, also die virtuellen Mitbewohner eines Ferienhäuschens, sind wohl vielfältiger geworden. Wer vor dem 18. März seine Einstellungen feinjustiert, kann sicher sein, mit anderen introvertierten, 13.000-Worte-Sex-&-Crime-Schreibern zusammengelegt zu werden.

Neue Fanartikel und neue Spenden-Pakete!

Neuerungen, die schlechten

Mir scheint es, als wären die Anpassungen vor allem der Finanzierungssituation der Events geschuldet. Selbst wählbare Wortzahl-Ziele sind auch ein Schritt um die Einstiegshürde für die Teilnehmer zu senken. Eine Verbesserung der sozialen Funktionen war ohnehin notwendig (Wo bleibt die Facebook-Anbindung? Facebook-Widgets? Apps?).

Aber es wurden wohl auch Opfer gebracht. Script Frenzy ist nicht mehr, die Seite wurde wohl nicht einmal mehr aktualisiert.

Stattdessen wurde das Camp Nanowrimo, vormals in den Monaten Juni und August (so aktuell noch auf der Seite des Veranstalters zu lesen), auf die Monate April und Juli verschoben und übernimmt damit den ursprünglichen Script-Frenzy-Monat April.

Damit findet nun im Jahr ein Event weniger statt, wenn ich alles richtig mitbekommen habe. Mich wundert, dass das Office of Letters and Light das nicht wirklich kommuniziert und die Script-Frenzy-Seite einfach verwaisen lässt. Das ist kein guter Stil – und auch wenn die Finanzierung im letzten Jahr doch noch gerade so im Dezember aufgegangen ist, scheint sie mir angesichts der Anstrengungen neue Spenden-Anreize zu erfinden doch der ausschlaggebende Grund für die Streichung eines Events. Schade, dass ich dazu nichts offizielles gefunden habe.

Fazit

Vielleicht werde ich den April und/oder den Juli mit dem flexiblen Wortzahl-Ziel tatsächlich für ein gemächliches Warmlaufen nutzen. 15.000 Wörter sind eine gute Zahl für ein Märchen. 30.000 machen vielleicht sogar eine kleine Novelle. Wer weiß…?

Feb 24, 2013

Auf Wiedersehen, Wordpress. Nach fast zwei Jahren unregelmäßigen Bloggens raffe ich meine Siebensachen zusammen und gebe die Acht-, Neun- und Zehnsachen auf.

Zugegeben. Ein wirklich selbst betriebenes Blog ist ein steter Quell süßer Zeitverschwendung. Man kann sogar so viel Zeit mit Plugins, Themes, Settings und der Recherche nach dem nächsten besten Upgrade verbringen, dass man eigentlich gar nichts mehr veröffentlichen muss. So ist es mir ja die meiste Zeit ergangen.

Und was habe ich nicht alles gelernt: Ich kann PHP ein wenig lesen und an HTML und CSS herumbasteln ohne dass die Seite zu Bruch geht. Ich kann sogar eine Idee umsetzen ohne auf Zufallserfolge hoffen zu müssen.

Aber doppelt und dreifach ist es vergebens: Zum einen habe ich ja vornehmlich für mich selbst gebastelt (und das wird wohl auch so bleiben), zum anderen habe ich dadurch nur vermieden, zu tun, wozu ich das ganze ja mal eingerichtet habe: Mich schreibend zu ordnen und zu orten. Und drittens ist ein Wordpress-Blog eigentlich nur overhead, sowohl in Pflege als auch in Kosten. Spätestens dann, wenn der geneigte User seine Texte aus den Tiefen der SQL-Datenbank herausprokeln möchte, ist klar, dass dieses Content Management System für ein wenig Schreiberei zu viel bietet.

In mir reifte ohnehin die irrationale Idee, es sei an der Zeit einiges zu vereinfachen und alte Zöpfe abzuschneiden. Ich verzettele mich zu gerne und im Zuge des Austauschs des alten Windows-Rechners durch einen iMac war in jedem Fall so vieles anzupacken, dass ich mich auch gleich in diesem Punkt neu organisieren konnte.

Einige geliebte Recherchen später bin ich darauf gekommen, dass ich meine Textchen am liebsten als Markdown-Textdateien vorhalten möchte. Es gibt mittlerweile einige Blogsysteme1 die ihre Artikel mit Textdateien nähren. Das Prinzip ist immer ungefähr das gleiche. Die Textdatei wird an einen Ort geladen, sei es GitHub, Dropbox, Heroku oder ähnliches, von wo aus diese per Knopfdruck oder Script in ein statisches Blog eingebunden werden. Die wesentlichen Vorteile sind, dass der Autor immer seine Textdateien als Texte zur Verfügung behält und der Leser die Schnelligkeit eines statischen Blogs genießen darf. Keine datenbankbasierte Webseite ist jemals so schnell, wie eine einfache HTML-Seite.

Nach einigen Erwägungen und einem Beinahe-Rückfall in die Liebe zur nerdigen Frickelei (obtvse, ich konnte Dir kaum widerstehen) habe ich mich für scriptogram entschieden.

Besonders angenehm für mich ist vor allen Dingen aber, dass ich nun alle meine Texte mit allen Vorteilen der lokalen Bearbeitung auf dem Mac organisieren kann! Habe ich die Artikel zunächst in Mou geschrieben, wechselte ich jetzt kürzlich zum NValt-Clone Nottingham. So kann ich meine Texte direkt alle unter einer Oberfläche erstellen, durchsuchen und taggen. Und da Nottingham sogar eine eingebaute Markdown-Vorschau besitzt, geht das Schreiben auch richtig gut von der Hand.2

Nun ist also scriptogram mein neuer Heimathafen. Noch lieber hätte ich bei Skrivr angelegt, aber die Anbieter verteilen offensichtlich nur zaghaft Zugang zu ihrem Beta-Angebot. (Da ich aber ja jederzeit umziehen kann mit meinen Markdown-Dateien, wenn juckt's! :-)) Ein paar Anpassungen an Schriftarten und Farben später fühle ich mich schon recht wohl und das Disqus-Kommentarsystem war auch schnell eingebunden. Bilder hoste ich jetzt über meinen ohnehin bezahlten Flickr-Account und dank Textexpander- und Dropzone-Unterstützung ist auch Upload und Einbindung in die Artikel kein Problem. Dann kann es ja jetzt losgehen.

Aber erst einmal muss ich jetzt meine Einkommenssteuer machen …

;-)


  1. Als da wären, Dropbox-gesteuerte: calepin, skrivr und natürlich scriptogram. Und die nerdigeren, die die HTML-Dateien entweder lokal erzeugen und hochladen oder über irgendwelche repositories im Netz bespielt werden: pelican, jekyll, octopress, obtvse und andere. 

  2. Natürlich nutze ich auch NValt! Dieses allerdings für allerlei fliegende Notizen. Und da NValt leider nicht verschiedene Speicherorte für Notizen voneinander getrennt verwalten kann, habe ich jetzt eben zwei Notizprogramme; eines als Blog-Maschine, das andere als Zettelkasten. 

Feb 4, 2013

Ich erkenne gute Bücher daran, dass ich traurig bin, sobald ich sie ausgelesen habe. Ist das nicht lustig?

Sep 21, 2012
  1. Abandon the idea that you are ever going to finish. Lose track of the 400 pages and write just one page for each day, it helps. Then when it gets finished, you are always surprised.
  2. Write freely and as rapidly as possible and throw the whole thing on paper. Never correct or rewrite until the whole thing is down. Rewrite in process is usually found to be an excuse for not going on. It also interferes with flow and rhythm which can only come from a kind of unconscious association with the material.
  3. Forget your generalized audience. In the first place, the nameless, faceless audience will scare you to death and in the second place, unlike the theater, it doesn't exist. In writing, your audience is one single reader. I have found that sometimes it helps to pick out one person—a real person you know, or an imagined person and write to that one.
  4. If a scene or a section gets the better of you and you still think you want it—bypass it and go on. When you have finished the whole you can come back to it and then you may find that the reason it gave trouble is because it didn't belong there.
  5. Beware of a scene that becomes too dear to you, dearer than the rest. It will usually be found that it is out of drawing.
  6. If you are using dialogue—say it aloud as you write it. Only then will it have the sound of speech.
    –John Steinbeck: The Art of Fiction
Sep 10, 2012
Sep 10, 2012

Probiert

  • Traminer und Riesling aus dem Harz (Gut!)
  • Wildbratwurst von Siegfried Pottkamp (Gut!)
  • Apfel-Birne-Saft und Black Cherry-Tomaten von Athene Bio (Sehr gut!)

Gekauft

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