Ray Bradbury on Writing

Zitat

I want your loves to be multiple. I don’t want you to be a snob about anything. Anything you love, you do it. It’s got to be with a great sense of fun. Writing is not a serious business. It’s a joy and a celebration. You should be having fun of it. Ignore the authors who say “Oh, my God, what word? Oh, Jesus Christ…”, you know. Now, to hell with that. It’s not work. If it’s work, stop and do something else.

Now, what I’m thinking of it, people always saying “Well, what do we do about a sudden blockage in your writing? What if you have a blockage and you don’t know what to do about it?” Well, it’s obvious you’re doing the wrong thing, don’t you? In the middle of writing something you go blank and your mind says: “No, that’s it”. Ok. You’re being warned, don’t you? Your subconscious is saying “I don’t like you anymore. You’re writing about things I don’t give a damn for”. You’re being political, or you’re being socially aware. You’re writing things that will benefit the world. To hell with that! I don’t write things to benefit the world. If it happens that they do, swell. I didn’t set out to do that. I set out to have a hell of a lot of fun.

I’ve never worked a day in my life. I’ve never worked a day in my life. The joy of writing has propelled me from day to day and year to year. I want you to envy me, my joy. Get out of here tonight and say: “Am I being joyful?” And if you’ve got a writer’s block, you can cure it this evening by stopping whatever you’re writing and doing something else. You picked the wrong subject.

/via brainpickings

White on Writing

Zitat

A writer should concern himself with whatever absorbs his fancy, stirs his heart, and unlimbers his typewriter. I feel no obligation to deal with politics. I do feel a responsibility to society because of going into print: a writer has the duty to be good, not lousy; true, not false; lively, not dull; accurate, not full of error. He should tend to lift people up, not lower them down. Writers do not merely reflect and interpret life, they inform and shape life.

E. B. White

Pottermore ist eröffnet

Pottermore, das erste Kapitel …

Wer noch die alte Webseite von J.K. Rowling kennt, den liebevoll nachgezeichneten Schreibtisch der Autorin mit Kaugummipapieren, Schlüsseln, Notizen und einem ab und an vorbeifliegenden Doxy, dem kommt Stil und Anmutung der nun offenen Lese-Community Pottermore vertraut vor.

Alle sind jetzt eingeladen, den Sprechenden Hut zu nehmen, bei Olivander einen Stab zu erhalten und in die Gemeinschaft der Adepten und Leser einzutreten: Schlüsselereignisse der Geschichte sind neu zu entdecken, Szenen wieder zu erleben, bislang unveröffentlichte Texte der Autorin zu lesen. Diejenigen, die die sieben Bänden und acht Filme um den heranwachsenden Zauberlehrling und seinen Kampf gegen den magischen Erzbösewicht Du-weißt-schon-wen kennen, genauso wie diejenigen Muggles, die bislang zu jung waren oder die letzten fünfzehn Jahre zwischen Bücherregalrückwand und Tapete eingeklemmt waren und die Bücher noch nicht kennen – allen steht nach einer Anmeldung der Weg nach Hogwarts offen.

Die Anmeldung zumindest ist schnell erledigt und leider – passiert erstmal gar nichts, außer einem Ärgernis. Aus Jugenschutzgründen kann man sich nämlich den eigenen Benutzernamen nur aus einer vorgegebenen, automatisch erstellten und auch noch kurzen Liste aussuchen. Nun gut. Damit ist zwar sichergestellt, dass kein Voldemort666 auftaucht und auch kein Pillermannzwerg69. Aber auch andere Online-Gemeinschaften stellen eine gewisse Namens-Angemessenheit sicher, ohne mit wirklich komischen und vor allem auch noch schwer zu merkenden Nameskrüppeln aufzuwarten. So bekommt man also Vorschläge angezeigt, die unschlau aus zwei Worten und einer Zahl zusammengeschraubt sind und alle aussehen wie ScarletSchädel172, RubinStar5611 oder WolfNifler1591. Hätten die Produzenten dem Programmierer einen potterbegeisterten Onomatologen zur Seite gestellt, wäre das ganze sicher schon nach nur einem Nachmittag viel besser geworden.1

Pottermorepost

Mit der Anmeldung selbst ist jedenfalls der Zugang zur Pottermore-Welt noch nicht ganz freigeschaltet. Im Moment werden die Freigaben wohl nur nach und nach erteilt, wahrscheinlich um den Besucherandrang ein wenig zu steuern und die Technik nicht zu überlasten. Ich hatte aber bereits am nächsten Tag eine Eule mit meiner Einladung …

Und so kann es also beginnen, das Abenteuer. Bereits ganz zu Beginn der Reise in die Bücher (deren Kauf übrigens unmittelbar nach dem Einloggen empfohlen wird – okay, man soll ja parallel auch lesen, aber trotzdem …) – bereits ganz am Anfang also bekommt man Zugriff auf einen kleinen Text von Rowling über die Idee zur Heimatadresse der Dursleys, dem Ligusterweg 4 in Little Whinging, Surrey, England. Solche Randnotizen und Preziosen machen wirklich Spaß. Und wenn man nicht so anti-social ist wie ich, findet man es bestimmt auch ganz toll, direkt unter solche Marginalien aus der Autorenwerkstatt einen Kommentar posten zu dürfen oder sogar eine selbstgemalte Zeichnung!2

Kleine Schwächen lassen es menscheln: "Darüber lessen"-Mouseover. (Die Katze schnurrt übrigens! Lautsprecher an!)

Ich mach mich dann mal auf den Weg in den Privet Drive. Wie gut, dass Wochenende ist UND ich eine Woche Urlaub habe …3

Nachtrag: Pottermore ist in der Tat am besten als Begleitung zur Lektüre zu verwenden; im Lesefortschritt wandert man so von virtueller Szene zu Szene. Jede Szene ist wie ein Diorama aufgebaut und besteht aus Ebenen, die man durch die Pfeiltasten oder Doppelklick heranzoomen kann. Ein Klangteppich untermalt das Gesehene und schafft Atmosphäre. Über die einrahmenden Banner lassen sich zusätzliche Informationen zu Figuren, Orten, Wesen und Gegenständen aufrufen. Und natürlich gibt es noch weitere Überraschungen und Interaktionen …

Ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll. Die Integration dieser Features in ein interaktives Buch, wie es sie jetzt schon für das iPad gibt, hätte mir besser gefallen, da die Aufmerksamkeit auf ein Objekt gelenkt bliebe und nicht zwischen PC und Buch hin und her wandert. Weiter im Text …


  1. Ich bin übrigens MoonstoneHowl17418, wer möchte, darf mir eine Freundschaft antragen! []
  2. Ich bin jetzt endgültig froh, sowohl meine Schul- als auch Studienzeit hinter mir zu haben. Ich würde sonst mindestens einmal sitzen bleiben bzw. mindestens zwei Semester drangeben, nur um mich auf Pottermore auszutoben. Puh. Glück gehabt.  :-| []
  3. Ach ja! Eine tolle Sache noch: Es ist möglich, in den Account-Einstellungen jederzeit die Sprache zu wechseln. Finde ich super, gerade wenn man wie ich auch die englischen Bände gelesen hat, weil die Ungeduld so groß war. []

Frühjahrsputz

Nach einer ganzen Weile mit einem angepassten Nilmini-Theme von Elmastudio hat es mich wieder in den Fingern gejuckt.

Vorher: Nilmini mit einigen Anpassungen.

Meist habe ich zu wenig Zeit, um einen längeren Artikel zu , den ich seit Monaten im Kopf mit mir herumtrage und bedarf eher des schnellen Kicks, den eine frisch entdeckte CSS-Zauberei liefert. Kaum etwas liefert so schöne Erfolgserlebnisse, wie eine selbst gebackene Zeile Code (selbstverständliche nicht selbst erfunden – die sind alle schön zusammengegloogelt1).

Mir stand der Sinn nach noch größerer Einfachheit. Informationen, die im Zusammenhang dieses ohnehin nur sporadisch aktualisierten Blogs, kaum eine Rolle spielen, sollten wegfallen: das Post-Datum an aller erster Stelle. Dieses ist, egal wo es steht, ob vor oder hinter, gar neben dem Artikel-Text, meist nur visueller Fliegendreck.2

Ebenfalls von geringer Wichtigkeit ist bei meinen Inhalten eine aufwendige oder gar mehrteilige Navigation. Diese sollte zurücktreten und nach Möglichkeit sowohl auf einer normalen Webseite als auch auf einem Handydisplay nutzbar sein. (Am Ende hat mich diese Navigation die meiste Zeit und die meisten Nerven gekostet.) Eine tolle Hilfe war der Artikel “A Simple, Responsive, Mobile First Navigation“.

Im Zusammenhang mit der gewünschten Reduktion von Metainformationen und größeren Schlichtheit der Seitenelemente stand auch die Auswahl einer gut lesbaren, auch in größerer Darstellung nicht unruhigen Schriftart. Obschon Arial für diese Aufgabe eine gute Grundlage ist, sollte modomiro dennoch eine etwas individuellere Anmutung bekommen. Es wäre gelogen, wenn ich behauptete, die Entscheidung wäre schnell gefallen. Schlußendlich habe ich mich für ein einzige Schriftfamilie entschieden: die Open Sans. In drei Schriftschnitten (Book, Normal, Bold).

Nachher: Modomiro Twenty Eleven

Und da ich weder das Rad neu erfinden wollte noch konnte, war es notwendig die ganze Tapete nach Möglichkeit auf Basis eines Parent-Themes aufzuziehen. Auf der Suche nach einem Basis-Framework oder einer soliden Theme-Mama habe ich mir so einiges angeschaut. Roots, Bones, Skeleton zum Beispiel. Obwohl ich mich schnell für neues Nerdblingbling erhitze, habe ich mich erstaunlicherweise dann am Ende doch für das von WordPress mitgelieferte Twentyeleven entschieden. Warum? Es ist im Vergleich noch relativ einfach zu durchschauen und bringt eine angenehm neutrale Typographie mit, die mit wenigen Eingriffen anzupassen war.

Ach ja, selbst die Farben habe ich mir – völlig zweck- und ideen-entfremdend – aus dem für doch recht andere Zwecke entworfenen Farbschema solarized entliehen.

Und so bin ich mit viel Dieberei aber doch recht festen Vorstellung bei meinem neuen Online-Aussehen angelangt. Und ich bin recht zufrieden.3


  1. Sprich: Erst gegoogelt und dann kreativ zusammengegluet. []
  2. Ich schreibe schließlich für die Ewigkeit und nicht topaktuelle News. []
  3. Okay, auch das ist noch Work-In-Progress. Die Kontaktformulare gehen ja beispielsweise gar nicht. []

Mono no aware

Zitat

Im Klang der Gion Shoja Glocken tönt die Vergänglichkeit aller Dinge,
die Farbe der Sala Blüte offenbart, daß die Erfolgreichen fallen müssen.
Die Übermütigen sind nicht von Dauer, sie gleichen dem Traum in einer Frühlingsnacht.
Die Mächtigen fallen zuletzt, sie sind wie Staub vor dem Wind.
Heike Monogatari

Der Plan

Zitat

Sie haben keinen freien Willen, David, sie haben einen Anschein von freiem Willen.

Thompson in: Der Plan (USA 2011)

1987


Whitney Houston – I Wanna Dance With

Ich mag ja von Whitney halten, was ich will … einen Jugendsommer lang war ihr Song “I Wanna Dance With Somebody” der Soundtrack. Radio FFN spielte das Lied rauf und runter, es waren Schulferien und  obwohl der Sommer 1987 ein kalter Sommer gewesen sein soll, erinnere ich mich an ein paar unglaublich heiße, brütende Tage, die man nur bei heruntergelassenem Rollo halbwegs ertrug.1


  1. Wahrscheinlich erinnere ich mich nur an die einzigen wirklich heißen Tage Mitte Juli, aber manchmal macht ja auch schon ein Tag und ein Song einen ganzen Sommer. []